Maßnahmen der Schule:
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Konzept erstellen:
Ein einheitliches schulinternes Konzept über das Vorgehen, wenn Schülerinnen und Schüler schwänzen, schafft Klarheit und Transparenz. Da Schulabsentismus jedoch ein sehr vielschichtiges Problem ist, sollte die Möglichkeit gegeben sein, im Einzelfall individuelle Entscheidungen zu treffen.
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Ansprechpartner bereitstellen:
Wie unten noch erläutert wird, ist es sinnvoll, jemanden aus dem Kreis des Kollegiums als kundigen Ansprechperson zu wählen. Diese kann wichtige Informationen bereitstellen, beispielsweise welche Hilfsangebote von Schulpsychologen, Jugendhilfe und Jugendsozialarbeit in Anspruch genommen werden können.
Was können Lehrerinnen und Lehrer tun:
- Anwesenheit regelmäßig prüfen
- Fehlzeiten dokumentieren
- Gesprächsangebote machen
- Klare Ansagen, was erwartet wird, Regeln und ggf. Konsequenzen mit den Schülerinnen und Schülern vereinbaren
- Bei gegebenem Anlass schnell reagieren und sich mit Schülerinnen und Schülern, Schülereltern und der Schulleitung in Kontakt setzen
- Regelmäßige Elterngespräche
- Voraussetzungen für Erfolgserlebnisse schaffen und die Schülerinnen und Schüler bestärken, wenn sie Aufgaben erfüllt haben
- Interesse und Aufmerksamkeit vermittelt den Schülerinnen und Schülern, dass sie wichtig sind
- In Kontakt treten und diesen aufrechterhalten, z. B. durch regelmäßiges Feedback und Nachfragen
- Besonderes Augenmerk auf „Rückkehrer“ mit Angeboten, die es ihnen erleichtern, wieder in der Klasse anzukommen
In besonders schweren Fällen der Schulverweigerung, die häufig ergriffen werden müssen, wenn die Erziehungsberechtigten nicht auf Kontaktangebote der Schule eingehen, besteht auch der offizielle Weg über die Einleitung eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens aufgrund der Verletzung der Schulpflicht und damit einhergehend das Androhen von Geldbußen. Allerdings ändert dieses Vorgehen nichts an den Ursachen für das Schwänzen.
Behr zum Thema Bußgelder bei Verletzung der Schulpflicht erfahren Sie im Beitrag "Schule schwänzen: Frühstart in die Sommerferien".
Manche Schulen setzen auch auf einen Abholdienst, der es den Schülerinnen und Schüler erschwert, zu schwänzen. Dieser Abholdienst kann z. B. durch eine Schülerpatenschaft geregelt werden. Alle Maßnahmen, die Kinder und Jugendliche beim Schwänzen stören, sollten Sie ergreifen, z. B. umgehendes Nachhaken bei den Eltern im Fall von Verspätungen und Fehlzeiten.
Vorbeugende Maßnahmen
Eine Auseinandersetzung mit dem Thema „Schulverweigerung“, den Hintergründen, Warnsignalen und möglichen Maßnahmen erleichtert es, rechtzeitig und adäquat zu reagieren.
Sinnvoll ist es darüber hinaus, wenn die Schule jemanden aus dem Kollegium findet, der sich zum Fachmann (oder zur Fachfrau) auf diesem Gebiet fortbildet und danach als Ansprechperson zur Verfügung steht. In den Fortbildungen werden Themen wie das Erkennen von Warnsignalen, die Gesprächsführung mit den Schülerinnen, Schülern und Eltern sowie der Umgang mit schwierigen familiären Situationen behandelt.
Guter, abwechslungsreicher Unterricht, der auch die Lebensrealität der Schülerinnen und Schüler mit einbezieht, Lehrerinnen und Lehrer, die einzelne Schülerinnen und Schüler nicht aus dem Blick verlieren und ein positives Schulklima sind natürlich die besten Voraussetzungen für eine geringe Zahl an Schulverweigerern.
Was die Umsetzung erschwert:
Je mehr Aufgaben an Lehrkräfte gestellt werden (wie der verstärkten Übernahme erzieherischer Aufgaben, Inklusion und Integration), desto schwerer ist dies aber umzusetzen. Verschärft wird die Situation noch durch den derzeit akuten Lehrermangel. Fällt es bereits ausgebildeten Pädagoginnen und Pädagogen nicht immer leicht, allen Anforderungen gerecht zu werden, ist es für Quereinsteiger, die nun vermehrt an Schulen unterrichten, fast nicht zu leisten.
Dass es nicht weit mehr Schulschwänzer gibt, ist Lehrerinnen und Lehrern zu verdanken, die trotz oft problematischer Umstände ihre Motivation nicht verlieren, schwierige Schülerinnen und Schüler nicht aufgeben und dazu beitragen, dass sie ihre schulische Laufbahn nicht als Schulverweigerer beenden.