Nicht nur die Verpackung der Nahrungsmittel, sondern auch die Nahrungsmittel selbst werden viel zu häufig weggeworfen. Mit dem Mitmach-Projekt „Wirf mich nicht weg!“ für 3. und 4. Klassen lernen Schüler spielerisch Lebensmittel wertzuschätzen. Weitere Infos zu dem Projekt finden Sie hier: www.wirf-mich-nicht-weg.de
Tipp 2: Schulmaterial
Auch bei den Gegenständen, die bei Ihnen und Ihren Schülern täglich im Schulalltag zum Einsatz kommen, gibt es umweltfreundliche Varianten, wie z.B. unlackierte Buntstifte. Weitere Beispiele für nachhaltige Schulmaterialien bietet die Seite von C.A.R.M.E.N. e.V.
Tipp 3: Papiermüll vermeiden
Schonen Sie die Schulkopierer ;-) Beamer, interaktive Tafeln und der gute alte Tageslichtprojektor machen es möglich, dass Arbeitsblätter und Texte nicht zwingend kopiert werden müssen (und Sie verlieren keine Zeit im Kopierraum!).
Energie sparen
Tipp 1: Heizenergie sparen
Wird an kälteren Tagen in der Schule geheizt, kann durch richtiges Lüften Energie gespart werden.
Gekippte Fenster lassen konstant warme Luft entweichen und haben darüber hinaus lange nicht den Effekt für einen Luftaustausch wie ein kurzes Quer- oder Stoßlüften. Dabei kühlen Boden und Wände weit weniger aus und es wird weniger Energie benötigt, um den Raum wieder aufzuwärmen.
Wenn nicht gerade gelüftet wird, sollten die Türen zu den Klassenräumen geschlossen sein, da in den Fluren meist weniger geheizt wird. Üblicherweise wird während des Lüftens die Heizung gedrosselt – in der Schule ist das für die Schüler nicht immer möglich.
Damit das Lüften nicht vergessen wird, können Sie es zur festen Regel machen: Die Schüler sind dafür zuständig, dass täglich zu bestimmten Pausenzeiten alle Fenster für fünf Minuten geöffnet und danach wieder geschlossen werden.
Prüfen Sie mit Ihren Schülern auch die Temperaturen in den Unterrichtsräumen, dem Flur, den Toiletten, dem Pausenbereich und den Sport- und Werkräumen. Anhaltspunkte für passende Raumtemperaturen bietet eNu Umwelt.Wissen.
Tipp 2: Energie sparen auf dem Schulweg
Gerade bei Grundschülern – aber nicht nur dort – gibt es seit einigen Jahren die Tendenz, dass immer mehr Kinder einzeln von den Eltern zur Schule gefahren werden. Liegt die Schule auf dem Weg zur Arbeit oder der Schulweg ist weit und öffentliche Verkehrsmittel Mangelware, mag das sinnvoll sein.
In allen anderen Fällen sollte das „Elterntaxi“ besser in der Garage bleiben: Es hat nicht nur eine extrem schlechte Umweltbilanz – auch auf die Selbstständigkeit der Kinder und die Sicherheit aller Schüler rund um das Schulgelände wirkt es sich negativ aus.
Der „Zu Fuß zur Schule-Tag“
Der Umwelt zuliebe und auch um zu lernen, sich selbstbewusst und sicher im Straßenverkehr zu bewegen, ist es – soweit möglich – am besten, wenn Schüler zu Fuß zur Schule gehen oder mit dem Rad kommen. Viele Infos und Materialien finden Sie auf der Seite der Aktionstage „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“. Die Aktionstage finden jährlich Ende September bis Anfang Oktober statt.
Tipp 3: Strom sparen
Wer weniger Strom verbraucht, schont die Umwelt und spart gleichzeitig Geld :)
- Licht aus:
In den Pausen und an sonnigen Tagen müssen die Unterrichtsräume nicht künstlich beleuchtet werden. Gibt es in den Räumen verschiedene Schalter für wand- und fensterseitige Lampen?
Dann kann durch eine partielle Beleuchtung ebenfalls Strom gespart werden. Binden Sie die Schüler z .B. durch einen „Lichtdienst“ im Rahmen der Klassendienste ein.
- Was nicht gebraucht wird, wird ausgeschaltet:
Das gilt sowohl für das Licht wie auch für elektrische Geräte. Dabei ist es wichtig, die Geräte nicht nur in einen Stand-by-Modus zu schalten, sondern sie tatsächlich auszuschalten.
Kleine aufgeklebte Hinweise, die ans Ausschalten erinnern, helfen, die guten Vorsätze nicht schnell wieder zu vergessen.
Um sichtbar zu machen, wie viel Strom Geräte in den unterschiedlichen Betriebszuständen verbrauchen, können Sie ein Strommessgerät zwischenschalteten.
Geräte und Unterrichtsmaterialien können Sie auch ausleihen. Damit können Sie Ihre Schüler zu kleinen „Stromspardetektiven“ ausbilden :)
- Umstieg auf stromsparende Geräte:
Nach dem Aus für die Glühlampe sollten inzwischen alle ohne diese wenig energieeffiziente Lichtquelle auskommen. Doch auch Halogenlampen haben keine wirklich gute Bilanz. Am effizientesten sind Energiesparlampen und LED-Lampen.
Auch für die in Schulen häufig verwendeten Leuchtstoffröhren gibt es inzwischen LED-Varianten. Die sind zwar teurer, halten aber weitaus länger – und zu flackern beginnen sie auch nicht.
Wird ein Neukauf eines Kühlschranks, Trockners, einer Waschmaschine oder der Küchengeräte im Lehrerzimmer nötig, ist auch hier ein Blick auf die Energieeffizienz sinnvoll.
Will die gesamte Schule das Thema Nachhaltigkeit dauerhaft mittragen, gibt es verschiedene Projekte für die sich Ihre Schule registrieren bzw. bewerben kann. Die Programme bieten zahlreiche Ideen und Materialien für den Unterricht oder Schulprojekte:
Klimaschutz-Schule:
Wenn Sie Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Rahmen von Projekten, im Unterricht und im Schulalltag verstärkt thematisieren möchten, können Sie sich mit Ihrer Schule für den Klimaschutzschulenatlas registrieren. Hier finden Sie viele Anregungen, Wettbewerbe und Materialien zur Vermittlung des Themas.
Umwelt-Schule:
Sie können sich mit Ihrer Schule für die Auszeichnung „Umweltschule in Europa – Internationale Agenda 21 Schule“ bewerben. Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung (DGU).
Fairtrade-Schule:
Der faire Handel mit Produkten aus den verschiedensten Teilen der Welt ist ein weiterer Aspekt des Themas Nachhaltigkeit. Die Kampagne Faitrade-Schools bietet Schulen die Möglichkeit, sich mit Erfüllung von fünf Kriterien als Fairtrade-Schule auszeichnen zu lassen.
KATE e.V.
Der Verein bietet für Schüler verschiedener Altersstufen das Projekt "Klimafrühstück" an. Das Bildungsangebot klärt zum Thema "Klimawandel" auf und zeigt Zusammenhänge und eigene Gestaltungsmöglichkeiten.
Die Bildungsoffensive „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE)
Das Thema Nachhaltigkeit ist verstärkt durch die UN-Dekaden „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ 2005-2014 und 2015-2019 an Schulen herangetragen worden.
Ziel der UN-Dekade war es, Menschen durch Bildung die Möglichkeit zu geben, mit Blick auch auf nachfolgende Generationen in den verschiedensten Teilen der Welt eigenverantwortlich und verantwortungsbewusst zu denken und zu handeln. Dabei sollten besonders die komplexen Bereiche Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft in ihrer Abhängigkeit voneinander verstanden werden.
2020 startete das neue Programm „Education for Sustainable Development" (ESD), das bis 2030 laufen soll.