Rituale im Schulalltag: 8 Ideen für verschiedene Unterrichtssituationen
Rituale können an ganz unterschiedlichen Stellen im Schulalltag eingesetzt werden. Entscheidend ist nicht, möglichst viele Rituale einzuführen, sondern solche auszuwählen, die zur Klasse, zur Situation und zu Ihnen als Lehrkraft passen.
Die folgenden Beispiele zeigen, wie Sie wiederkehrende Situationen im Unterricht bewusst gestalten können.
1. Rituale zur Stundeneröffnung
Situation: Nach der Pause beginnt eine neue Unterrichtsstunde. Die Kinder kommen zurück an ihre Plätze und müssen sich wieder auf den Unterricht einstellen.
Idee: Ein kurzes Begrüßungsritual markiert den Beginn der gemeinsamen Lernzeit. Es signalisiert den Schülerinnen und Schülern, dass nun von ihnen erwartet wird, die Konzentration auf Sie und den Unterricht zu wenden und private Gespräche einzustellen.
Das kann ein einfaches „Guten Morgen“ sein, ein Begrüßungsspruch, ein Lied oder ein kurzes Signal. Im Fremdsprachenunterricht bietet sich beispielsweise eine Begrüßung in der jeweiligen Sprache an.
Tipp: Halten Sie das Ritual möglichst kurz und unkompliziert. Es soll den Übergang in den Unterricht unterstützen und nicht selbst zum Programmpunkt werden.
Mehr Tipps zum Thema Unterrichtseinstiege erhalten Sie Beitrag "Beispiele für einen guten Start in den Unterricht".
2. Rituale zum Start in die Woche
Situation: Die Schülerinnen und Schüler haben sich zwei Tage nicht gesehen und schon gibt es unglaublich viel zu erzählen. Gleichzeitig steht eine neue Schulwoche bevor.
Idee: Um den Austausch in geregelte Bahnen zu bringen, können Sie einen kurzen Morgenkreis einführen. Dieser eignet sich besondern für Volksschulklassen. Die Kinder können beispielsweise erzählen, was sie am Wochenende erlebt haben. Anschließend lässt sich der Blick auf die kommende Woche richten und der Wochenplan gemeinsam besprechen. Hier finden Sie 6 Ideen für den Morgenkreis in der Volksschule.
Oder Sie signalisieren den Wechsel von Wochenende und Schulzeit durch die Vergabe der Klassendienste für die Woche.
Tipp: Vereinbaren Sie vorher einfache Gesprächsregeln für den Morgenkreis und begrenzen Sie die Erzählzeit gegebenenfalls. So bleibt Raum für die persönlichen Beiträge, ohne dass der Unterricht zu kurz kommt.
3. Ruhezeichen
Situation: Während einer Arbeitsphase wird es zunehmend laut oder die Aufmerksamkeit soll wieder auf die Lehrkraft gelenkt werden.
Idee: Für alle, die das ständige Ermahnen leid sind, ist ein Ruhezeichen eine zeit- und stimmschonende Alternative. Je nach Ihren eigenen Vorlieben können akustische Signale mit Tischglocken, Klangschalen, Zimbeln oder Klangstäben erzeugt werden.
Tipp: Handzeichen sind ebenfalls eine Option: Sie werden nicht gleich von allen bemerkt, haben aber den Vorteil, dass sie auch von Schülerinnen und Schülern eingesetzt werden können. Das Handzeichen ist das Signal für alle, es ebenfalls auszuführen und leise zu werden.
Noch mehr zu diesem Thema erfahren Sie im Beitrag "Weniger Lärm im Klassenzimmer durch Ruhesignale".