Hier stellt euch Karolina Marques Pereira von Wissenauskisten eine spannende Lesespur-Geschichte zur Verfügung:
Lesespurgeschichten erinnern an eine Schnitzeljagd auf Papier: Beginnend mit einer Problemsituation, die aufgeklärt werden muss, wird für die Kinder eine Sinnhaftigkeit aufgebaut, den Text bis zum Schluss zu lesen, um das Problem zu lösen. Dabei müssen sie der richtigen Spur folgen, um schließlich mit der so ermittelten Zahlenkombination in einer Buchstabentabelle ein Lösungswort zu entschlüsseln. Um allen Leseniveaustufen gerecht zu werden, sind die Texte dreifach differenziert.
In der Geschichte „Die überraschende Reise“ möchten die Tiere Urlaub machen. Doch um herauszufinden, welche Tiere mit in den Urlaub wollen und wohin die Reise geht, muss mit Hinweis 1 begonnen werden. Dieser lautet „Das Lama will mit“. Ich als Leser schaue nun auf der Lesespurkarte, wo sich das Lama befindet und welche Nummer ihm zugewiesen ist.
Das Lama trägt die Nummer 5. Also trage ich die Nummer 1 und Nummer 5 in mein Raster ein und lese dann bei Nummer 5 weiter. Hier steht „Richtig, das Lama will mit. Die Maus will auch mit.“ Jetzt suche ich auf dem Plan nach einer Maus. Diese trägt die Nummer 11. Das ist die nächste Zahl, die ich nach der 5 in mein Raster schreibe. Anschließend lese ich bei Nummer 11 weiter. Hätte ich mich als Leseanfänger lediglich am ersten Buchstaben orientiert, hätte es passieren können, dass ich statt ‚Maus‘ ‚Maulwurf‘ gelesen hätte. Dem Maulwurf ist die Nummer 6 zugeordnet. Bei dieser steht jedoch „Nein, der Maulwurf will nicht mit. Gehe zurück zur Nummer 5.“ Somit würde ich beim Folgen einer falschen Spur umgehend mit einem Verweis auf die letzte richtige Spur zurückgelenkt. Zum Schluss werden die eingetragenen Zahlen zu Buchstaben kodiert und ergeben ein Lösungswort. In diesem sind stets zwei Buchstaben markiert, die im QR-Code ausgemalt werden müssen. Dabei müssen die Kästchen nicht exakt ausgemalt werden. Es genügt, wenn ein dicker, schwarzer Punkt in das Feld gemalt wird.