Trendthemen im Unterricht
Leider sind Trends oft schnelllebig und bieten sich für die Integration in den Schulunterricht nicht immer an. Gelingt dies aber doch, haben sie den Vorteil, dass die Schüler motivierter und konzentrierter mitarbeiten.
Beispiele dafür gibt es u. a. bei den Hypes um den Fidget Spinner oder Pokémon Go.
Tipp
Auch im Sportunterricht setzen viele Lehrerinnen und Lehrer gerne auf Trendsportarten. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie im Beitrag „Trendsportarten im Schulsport“.
Mit Handlettering kam nun ein Trend auf, der sich sehr gut für den Einsatz, z. B. im Deutsch- oder Kunstunterricht, eignet. Dabei können sich schon die Kleinen in der Volksschule an einfacheren Handlettering-Techniken üben, während sich Schüler der höheren Klassen an größere gestalterische Aufgaben wagen und mit der großen Vielfalt an Schreibutensilien, Farben und Beschreibstoffen spielen können.
Während im Deutschunterricht mehr die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Schriftarten, das Thema „Schrift“ und deren Entwicklung und Ausprägungen im Vordergrund stehen kann, spielen im Kunstunterricht die Gestaltungsmöglichkeiten mit den verschiedenen Schreib- und Beschreibstoffen, dem Einsatz der Fonts und den Zierelementen sowie der kreative Umgang mit ihnen eine größere Rolle.
Was ist Handlettering?
Beim Handlettering werden – wie die Bezeichnung schon vermuten lässt – die Buchstaben der einzelnen Worte von Hand gezeichnet.
Wichtig ist hierbei das Wort „gezeichnet“, denn im Unterschied zu einem normal geschriebenen Wort, wird beim Handlettering jeder einzelne Buchstabe bewusst in einer Art und Weise zu Papier gebracht, die sich der Zeichner vorher genau überlegt hat. Dadurch entstehen sehr dekorative Schriftzüge – sozusagen „Buchstabenkunst“ :)
Mit anderen Worten: Schrift ist hier nicht der Weg zum Ziel, sondern das Ziel.
Es besteht eine Ähnlichkeit zu der mit Tinte, Feder und Pinsel angewandten Kalligrafie, die v. a. mit dem Schwung aus der Handbewegung arbeitet. Beim Handlettering sind die Zeichner in der Wahl ihrer Materialien, Schrift- und Zierelemente dagegen freier.
Die Fonts
Beim Handlettering werden oft auch innerhalb eines Satzes verschiedene Schriftarten, die sogenannten Fonts, genutzt.
Inspirationen für Fonts finden Sie z. B. in Büchern, Video-Tutorials und Blogs, aber auch auf Pinterest und Instagram. Geübtere entwerfen eigene Schriftarten.
Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt: Manche Schriftarten sind eher clean und geometrisch, andere verschnörkelt oder mit Schatten kombiniert. Die Buchstaben der Worte können sowohl miteinander verbunden sein als auch getrennt voneinander stehen; bestehen manchmal nur aus einfachen Linien oder sind sie so breit, dass sie ausgemalt oder mit Mustern gefüllt werden können.
Um das Zeichnen der Buchstaben etwas zu erleichtern, können sich Ihre Schüler Hilfslinien mit Bleistift einzeichnen, die später einfach wegradiert werden.